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Unter Linden im
Park
Führung: Mit den
Babenhäuser Schlossfreunden im historischen Garten
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| BABENHAUSEN. „Das
ist eine Sommerlinde“, erklärte Forstdirektor Kurt Schäfer,
der Leiter des Staatlichen Forstamtes Babenhausen, im Babenhäuser
Schlosspark, griff nach einem ersten zum Vorschein gekommenen
Lindenblatt und erklärte dann den Unterschied zwischen einer
Sommer- und Winterlinde. Schäfer übernahm auf Einladung des
Vereins der Babenhäuser Schlossfreunde eine besondere Führung
durch den Schlosspark, der wohl seit gut sechzig Jahren unter
Schutz steht, allerdings nicht wie ein Park zum Spazierengehen
aussieht, mit den gewohnten Baumreihen, Baumgruppen und Alleen.
Aber die Bäume umgeben des jahrhundertealte Schloss, sind alle um
die 110 Jahre alt. Damals hatte der damalige Schlossherr, der
Darmstädter Samenhändler Hickler, das zuvor als Kaserne benutzte
Schloss eingrünen lassen.
Forstdirektor Schäfer stellte die Bäume im botanischen Sinne
vor, sprach aber vor allem über Sprüche und Mythen um die
Baumarten. Die Gestaltung des Schlossparks erfolgte vor über
hundert Jahren nicht geometrisch, sondern in freier Anlehnung an
einen englischen Landschaftsgarten. Die Baumartenwahl mutet dabei
ziemlich willkürlich und ohne System an, wie Schäfer ausführte.
Da wurden exotische Gehölze mit einheimischen Arten gemischt.
Nach mehr als einem Jahrhundert sind viele der alten Bäume
schon verschwunden. Keine einzige Ulme hat überlebt. Da sind nur
noch Stockausschläge dieser alten Bäume vorhanden. Diese Bäume
am Schloss hatten das selbe Schicksal wie die alten Ulmen der
Harreshäuser Allee. Viele der noch verbliebenen Bäume wären
sanierungsbedürftig. Da ist seit Jahrzehnten nichts geschehen.
Als Schäfer über verschiedene angedichtete oder tatsächliche
Heilwirkungen von Bäumen sprach, fügte er auch scherzhaft an,
dass er dafür keine Gewähr übernehmen könne und man „Arzt
oder Apotheker“ nach Nebenwirkungen fragen müsse.
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